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Charakter, Ziel und Ablauf der 1. International Automotive-Workers Conference (1.IAC)

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Zusammengeschlossen sind die weltweiten Automobilarbeiter eine Macht, ihre Arbeitsplätze zu verteidigen, die Arbeitsbedingungen zum Erhalt der Gesundheit zu verbessern, zum Beispiel mit Arbeitszeitverkürzung. Mit dem Kampf für emmissionsfreie Autos, Ausbau des öffentlichen Nah-und Fernverkehrs und Überwindung des chaotischen, konsumabhängigen kapitalistischen Trans-portsystems zum Erhalt der natürlichen Umwelt tragen wir dazu bei, und den Schulterschluss aller Arbeiter für eine befreite Gesellschaft im Einklang von Mensch und Natur zu stärken. Das ist ein weltweiter Kampf für ein besseres Leben in der ganzen Welt auf der Grundlage einer anderen Ver-teilung der Arbeit und der Reichtümer.

Die IAC ist ein wichtiger Schritt, dieses Ziel zu erreichen.

Dafür bestärkt die IAC die Bedeutung größtmöglicher gewerkschaftlicher Einheit entgegen der re-formistischen Klassenzusammenarbeitspolitik und für Gewerkschaften als Kampforganisation auch. Die IAC sucht die Zusammenarbeit mit anderen kämpferischen Bewegungen auf überpartei-licher Grundlage und in weltanschaulicher Offenheit unter Ausschluss faschistischer, rassistischer, sexistischer und fanatisch-religiöser Bestrebungen.

In einem demokratischen und gleichberechtigten internationalen Vorbereitungs- und Diskussi-onsprozess wird das durch die Automobilarbeiterratschläge gewachsene Vertrauen und die immer enger gewordene Zusammenarbeit mit der Konferenz auf eine neue Stufe gehoben. Die Grundla-ge sind die Grundsätze und Ziele, die mit der Abschlussresolution des 7. AAR sowie dem Kampf-programm der kämpferischen Automobilarbeiterbewegung beschlossen wurden. Erstmals werden maximal 5 Delegierte aller teilnehmenden Länder mit 5 Stimmen, die unabhängig von der Zahl der Delegierten und Teilnehmer, die in jeder Delagation sind, gelten, auf einer Delegiertenversamm-lung Beschlüsse für eine zukünftigen Automobilarbeiterkoordination fassen. Wir setzen uns das Ziel, aus allen bedeutenden Automobil-Produktions-Ländern Delegationen, von der Basis legiti-miert, zu gewinnen und die internationale Automobilarbeiterkonferenzen alle 4 Jahre abwechselnd

in unterschiedlichen Ländern durchzuführen. Darüberhinaus sollen kontinentale Treffen verwirk-licht werden. Ein Internationales Koordinationskomitee soll die Information und gegenseitige Unter-stützung der kämpferischen und klassenkämpferischen Automobilarbeiterbewegung koordinieren.

Die internationale Automobilarbeiterkonferenz ist unabhängig und wird von der Automobilarbei-terbewegung aller Länder gemeinsam durch vielfältige Initiativen finanziert. Die Reisen der De-legationen müssen in der Regel eigenständig organisiert und finanziert werden. Zur Unterstützung von Delegationen aus Ländern, in denen eine eigenständige Finanzierung nicht möglich ist, wird eine internationale Spendensammlung durchgeführt.

II.) Charakter der Automobilarbeiterkonferenz mit ihren 4 Grundsäulen

1.) Die Delegiertenversammlung hat die Aufgabe, Beschlüsse auf demokratischer und gleichbe-rechtigter Grundlage zu fassen. Das umfasst:

    • Die Delegiertenversammlung arbeitet auf Grundlage einer eigenen Geschäftsordnung, die die Aufgaben exakt bestimmt und die Abstimmungsverfahren regelt. Die Delegierten-versammlung fasst inhaltliche Beschlüsse mit Konsens. Übereinstimmung, als auch Diffe-renzen werden festgehalten. Für den Beschluss der Gründungsdokumente und der Einlei-tungsbeschlüsse ist eine Mehrheit von 80% der Anwesenden notwendig. Bei tages-politischen Entscheidungen ist eine Mehrheit von 51% der Anwesenden ausreichend.

    • Die Delegiertenversammlung wählt eine eigene Versammlungsleitung (Präsidium), die auch für die Leitung der gesamten IAC verantwortlich ist., in enger Zusammenarbeit mit der ICOG.

  1. die ICOG schlägt der Delegiertenversammlung eine Tagesordnung vor, mit der die Dele-giertenversammlung sich auf die wichtigsten Aufgaben konzentriert: Beschlussfassung ei-nes Abschlussdokuments mit einem Aktionsplan und Vorschlägen zur Festigung der inter-nationalen Koordinierung und Kooperation der Kämpfe, die Wahl eines Koordinationskomi-tees und Beschlussfassung zur 2. Automobilarbeiterkonferenz.

2.) Mit den Konzernforen werden diebesonderenBedingungen in jedem Konzern und im Konkre-ten die Erfolge bei der Zusammenarbeit und der Überwindung der Spaltung in den jeweiligen Kon-zernen beraten, insbesondere auch die Erfahrungen mit den Solidaritätschartas. Zu dieser Bera-tung sind auch Vertreter(innen) von Umweltgruppen- Frauengruppen oder auch kommunalpoliti-schen Bündnissen, etc. eingeladen, die als Freunde der Arbeiterbewegung damit verbunden sind. Die Beschlüsse sind die „Seele“ der Automobilarbeiterkoordination.

II.) In themenbezogenen Foren und Workshops beraten wir Fragen der weltweiten Lage und Kampf der Automobilarbeiter.

Sie werden wie auch die Konzernforen von verschiedenen Delegationen oder Teilnehmern vorbe-reitet und wenden sich auch an die Familien und Freunde der Automobilarbeiter sowie Fachleute, die den Kampf unterstützen.

4.) Das gegenseitige Kennenlernen, Vertrauen und Zusammenwachsen ist unser pulsierendesHerz in dem gemeinsamen Kampf. Das Massen- und Kulturprogramm hat die Bestandteile:

  1. Kulturveranstaltungen zur Verbrüderung und Zusammenwachsen der Automobil-- arbeiterbewegung (Eröffnung, Kulturfest, Internationale Abende, Abschlusszeremonie),

  2. den breitesten Erfahrungsaustausch mit den Länderberichten im Eröffnungsplenum und dem Abschlussplenum mit Zusammenfassung aller Ergebnisse als Höhepunkt und Abschluss der Kon-ferenz. Die Länderberichte sind eine Hauptmethode der Vorbereitung der Länder-Delegationen. Jede Delegation bringt sich eigenverantwortlich und gleichberechtigt ein.

  3. ein kulturelles Begleitprogramm der Konferenz (Rahmenprogramm, Workshops, internatio-nalistischer Markt, Verkaufsstände usw.)

  4. eine Demonstration des kämpferischen Internationalismus am Veranstaltungsort zur um-fassenden öffentlichen Verbreitung der IAC.

Darüberhinaus werden auf Veranstaltungen und Demonstrationen parallel in den verschiedenen Ländern die praktische Koordinierung der Kämpfe gestärkt.

III. Verlauf der Internationalen Automobilarbeiterkonferenz
Den Vorschlag zum konkreten Verlauf nehmen wir zur Kenntnis. Klar ist der Beginn mit der Dele-giertenversammlung am Mittwoch. Der weitere Verlauf wird erst auf dem 2. Treffen der ICOG 2014 beschlossen.

Der folgenden Vorschlag ist provisorisch.

1. Tag Mittwoch:
1. Teil der Delegiertenversammlung zum Beschluss der Tagesordnung, Wahl des Präsidiums und Rechenschaft der ICOG;
Eröffnungsabend; Vorstellung aller Delegationen
2. Tag Donnerstag:
Plenum mit Vorstellung und Diskussion der Länderberichte (24 - 30 Länder a 8 Minuten)
3. Tag Freitag:
Konzernforen.

Themenbezogene Foren und Workshops
4. Tag Samstag:
Demonstration (Zeitpunkt noch prüfen)

Teil Delegiertenversammlung mit Beschlussfassung der künftigen Autokoordination, Wahl Koordi-nationsgruppe zur 2. IAC (nachmittags) und parallel dazu themenbezogene ForenInternationales Kulturfest (Abends)

5. Tag Sonntag:
Abschlussplenum mit Vorstellung der Ergebnisse aus den Foren, Konzernforen und Delegierten-versammlung, Abschlusszeremonie.

Nachmittags: Konstituierung der neuen ICOG.

IV. Fahrplan

Die vier Arbeitsphasen der Konferenzvorbereitung durch die ICOG:

1.) Sommer 2013 bis Herbst 2013:

Arbeitsaufnahme ICOG und ICOG-Koordinatoren

  1. Einrichtung der Verbindungen, 1. Rundbriefs der ICOG zur Bekanntgabe der ICOG-Beschlüsse, Kontakt Konzernsprechern
  2. Kontaktherstellung zu weiteren internationalen Teilnehmern
  3. Vorbereitung der verschiedenen Finanzierungssysteme. Jedes Land sucht seine eigenen Methoden, wie sie zur gemeinsamen Finanzierung beitragen.

Arbeitsaufnahme des Organisationsteams (Sindelfingen/ Deutschland)

2.) Winter 2013 bis Sommer 2014 (einschließlich 2. Treffen der ICOG im Juni 2014):

Umsetzung des Finanzierungplans und umfangreiche Verbreitung der Konferenz unter der Masse der Arbeiter

ICOG: Inhaltliche Vorbereitung der IAC: Delegiertenversammlung und Aufgaben der „Automobilar-beiter-Koordination“, Ablaufes der 1. IAC, Verantwortlichkeiten für alle Programmpunkte. Erfassung zur Mobilisierung neuer Teilnehmer an der 1. IAC, Einladungsprozess, Unterstützung Visa-Bean-tragungen, Beschlüsse zur finanziellen Unterstützung von Delegationen.

Organisationsteam: Vorlage aller wesentlichen Beschlüsse zur Organisierung an die ICOG: Anrei-se und Übernachtungen, Eintrittspreise, Finanzplan der IAC, Essensversorgung, Gemeinschaftsaufgaben, Tagungsräume.

3.) Sommer 2014 bis Frühjahr 2015:

Weiterführung der Finanzaktivität in den verschiedenen Ländern der Welt

Bündnisarbeit zur kämpferischen Umwelt-, Jugend, Frauen- und Volksbewegung, Delegiertenwah-len (je nach den Bedingungen in jedem Land ). Frühzeitiger Anmeldeprozess aus allen Ländern. Rechtzeitige Anmeldung aller Programm-Bestandteile.

ICOG: Beschlüsse zur finanziellen Unterstützung von Delegationen und Unterstützung im Vi-sa-Prozess. Inhaltliche Vorbereitung, Herausgabe Plakats und Programm-Flyer.

Organisationsteam: verbindliche Umsetzung aller Beschlüsse der ICOG

4.) April 2015 – (3. Treffen ICOG):

Verbindliche Teilnahme und Umsetzung aller Beschlüsse

ICOG: Schlußkontrolle der Vorbereitung. Rechenschaftslegung der ICOG gegenüber der Dele-giertenversammlung.